Sehenswertes in Gransee, Meseberg u. Stechlin - sowie dem Ruppiner Land
Gransee

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Schon frühzeitig, im Jahre 1262, wurde Gransee vom Markgrafen Johann I. mit Stadtrechten versehen. Mit der Verpfändung der Stadt an die Herren von Arnstein begann 1319 die Ruppiner Ära. Ringmauer, Tore und Türme machten Gransee zu einer bestgesicherten Stadt. Bis zum 16. Jahrhundert konnte es in der Entwicklung mit anderen Orten in der Mark Brandenburg Schritt halten. Immer wiederkehrende Brände sorgten indes ab dem 16. Jahrhundert für Rückschläge. Pest und 30-jähriger Krieg ließen die Bevölkerung zurückgehen. Der letzte Brand 1711 hinterließ große Schäden. Das heutige rechtwinklige Straßenmuster beruht auf dem anschließenden Wiederaufbau. Im 18. Jahrhundert gab es jeweils vier Jahr- und Viehmärkte. Schuhmacherei, Tuchherstellung und Ackerbau waren wichtige Erwerbszweige.
Gransee ist vom Charakter her bezeichnend für eine mittelalterliche Stadt. Dafür sprechen die fast vollständig erhaltene Stadtmauer mit Stadttor und begehbarem Pulverturm. Gransee am Geronsee ist reich an Sehenswürdigkeiten. Dem Besucher bietet sich als Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang das Heimatmuseum in der Rudolf-Breitscheid-Straße an. Hier ist auch die Tourist-Information untergebracht. Das Wahrzeichen der Stadt - das Ruppiner Tor - ist nur wenige Meter vom Museum entfernt. Es ist ein schönes Beispiel spätmittelalterlicher Stadtbefestigungsarchitektur. Nördlich vom Ruppiner Tor befindet sich der nur wenig jüngere Pulverturm.
In der Klosterstraße kann man die noch vorhandenen Reste des Franziskaner-Klosters aus dem 13. Jahrhundert besichtigen (für den Wiederaufbau engagiert sich der Verschönerungsverein Gransee e.V.).
Auf dem Kirchplatz steht das größte und höchste Bauwerk der Altstadt, die Pfarrkirche St. Marien. Der Sakralbau hat die vielen Brände und den 30-jährigen Krieg überstanden. Fast lückenlos legt die Kirche Zeugnis über die Baukunst des Mittelalters ab. Westlich vom Kirchplatz befindet sich der Schinkelplatz. In dessen Mitte steht das von Karl Friedrich Schinkel zur Erinnerung an die preußische Königin Luise entworfene Luisendenkmal. Der Sarkophag ruht auf dem emporragenden Sockel und wird von einem Baldachin geschützt.
Nördlich der Stadt schließt sich das Naturschutzgebiet Geronsee an. Westlich der Stadt, im Granseer Stadtwald hat man vom mittelalterlichen Wartturm einen wunderschönen Blick über die Stadt und die Umgebung.
Der kleine Flugplatz östlich der Stadt, in Richtung Zehdenick, bietet die Möglichkeit zum Fallschirmspringen.
Der Kreis Gransee wurde 1993 Teil des Landkreises Oberhavel. Gransee ist Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum für die umliegenden Gemeinden. Nach aufwändigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wird die historische Altstadt zunehmend von Tagestouristen besucht. Zur Stadt Gransee gehören die Ortsteile Wendefeld, Margaretenhof, Ziegelscheune und Ziegelei. Seit 1997 sind die ehemaligen Gemeinden Kraatz-Buberow, Altlüdersdorf, Meseberg, Neulögow und Seilershof der Stadt Gransee beigetreten. Zum 01.01.2003 schloss sich noch die ehemalige Gemeinde Dannenwalde mit ihrem Ortsteil Gramzow der Stadt an.
Gransee liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 96 und an der Bahnlinie Berlin-Stralsund.
Einige visuelle Eindrücke von Gransee und Gemeinden sind hier abrufbar.
Foto: W. Kirste (2004)


